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Am meisten Spaß macht mir Asphalt herauszureißen, guten Aushub zu haben mit wenig Einbauten,
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wo man wirklich stark durcharbeiten kann, ohne irgendwelche Hindernisse zu haben
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z. B. mehrere Kabel, Leitungen, Kanalrohre in der Künette drinnen sind, was alles etwas schwieriger macht.
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Das frei zu putzen und aufzupassen, dass das in Ordnung bleibt, ist mühsam, aber gehört dazu.
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Ich bin gelernter Maurer. Das ist für die Branche von Vorteil, ist aber nicht notwendig.
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Um den Beruf Baggerfahrer ausüben zu können, muss man das 18. Lebensjahr vollendet haben.
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Die Führerscheinklasse F braucht man.
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F-Schein ist der Traktorschein in dem Sinne, wo aber selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Bagger, etc. alles dabei ist.
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Ich hatte schon immer ein sehr starkes und großes Interesse an Maschinen und Bagger speziell.
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Ich habe mir gedacht, ich will in die Richtung arbeiten. Also den Führerschein brauche ich sowieso.
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Im städtischen Tiefbau sind wir meistens im Kanalbau tätig.
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Kanalrohr, Fernkälteleitung graben, also hauptsächlich Künetten graben.
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Hie und da eine Steinmauer machen zum Beispiel oder Planierarbeiten, Schutt aufladen,
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Asphalt wegreißen und aufladen, beladen, verteilen. Im Spezialtiefbau den Materialaustausch auch zum Beispiel.
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Material, das nicht sehr gut ist, wie Lehm, entfernen und ein gutes Material,
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wie Schotter, Recyclingmaterial wieder einführen und einbauen.
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Für mich ist oft die Herausforderung überhaupt jetzt in Wien, wenn es ganz eng wird und schwierig und knapp,
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daneben der Verkehr, Leute, dass man aufpassen muss, dass niemanden etwas passiert,
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dass man keine Leitung beschädigt, dass es schnell vorangeht, etc.
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Meine Werkzeuge wie die Löffel und meinen Hydraulikhammer nehme ich selber mit.
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Insgesamt ca. 1.300 kg, was ich dann extra noch mitnehme, wenn ich im Straßenverkehr unterwegs bin von der Baustalle von A nach B.
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Es ist schon eine größere Herausforderung, dass man auch das Gerät selber nicht beschädigt.
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Dass man weiß, wie weit man selber mit dem Gerät auch gehen kann, dass man die Grenzen des Gerätes selber kennt.
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Nachdem Federung nicht wirklich existiert beim Bagger,
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dass auch kleinere Bodenschwellen dann schon sehr problematisch werden können
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und somit vorausschauendes Fahren sehr wichtig ist.
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Man muss wirklich für alle mitdenken, auch für die anderen Autofahrer.
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Ein gutes Gefühl für Maschinen sollte man mitbringen. Das auf jeden Fall.
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Man sollte stressresistent sein. Das definitiv.
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Man muss immer einen ruhigen Kopf bewahren, weil wer nervös wird, macht Fehler.
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Es sind die Kollegen im Arbeitsbereich, Maschinen, Passanten, Autos, die Straßenbahn.
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Es ist nicht sehr viel Spielraum für Fehler.
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Es gibt verschiedene Baggerarten, wie ein Abbrucher, ob man sich dann eher im Abbruchbereich spezialisiert.
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Dann ist auch die Frage für Spezialabbruch für hohe Gebäude mit einem großen Bagger oder eher kleinere Arbeiten.
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Spezialtiefbau, Straßenbau, Kleinarbeiten für Privatpersonen in der Gartengestaltung.
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Es gibt Bagger von 700 kg bis 70 t oder mehr.
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Das heißt, man kann sich da in diese Richtung spezialisieren, welche Größe oder welche Arbeiten einem liegen.
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Für junge Leute, die sich in den Kopf gesetzt haben, Baggerfahrer zu werden, würde ich auf jeden Fall empfehlen,
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so früh wie möglich den Schein machen, dann schauen, dass man in einer kleinen Baggerfirma fragt
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einen Job zu bekommen und eine Chance zu bekommen, diesen Beruf ausüben zu dürfen.
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Wenn das funktioniert, dann unbedingt auch dranbleiben und hartnäckig bleiben und durchhalten.
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Man ist nicht von einem Tag auf den anderen gleich ein guter Baggerfahrer.
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Es ist Learning by Doing.