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Grundlage für meine Arbeit
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ist die Informatik,
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da ich mit Informationssystemen arbeite,
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die über Computer gesteuert werden.
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Die Informatik stellt sich nun mal aus Information und Automatik zusammen.
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Im Prinzip ist es sehr gut,
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wenn man ein gewisses Prozessverständnis mitbringt,
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dass man sich gut in Prozesse hineindenken kann.
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Weil um Informatiksysteme oder Informationssysteme zu warten
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oder auch zu betreuen, ist es schon sehr wichtig zu wissen,
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woher die Informationen kommen.
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Was wird denn mit diesen Informationen in Zukunft passieren?
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Es spielen unterschiedliche Bereiche mit hinein:
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Ganz klar Elektrotechnik.
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Auch die ganze Hardware-Komponente zum Beispiel.
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Dieser Computer besteht aus verschiedensten Hardware-Komponenten,
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die in der Elektrotechnik hergestellt werden.
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Sei es Chips, Prozessoren, Arbeitsspeicher, Bildschirm und so weiter.
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Das heißt in der Hinsicht,
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die Elektrotechnik spielt ganz stark in die Informatik mit hinein,
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weil ohne der funktioniert es einfach nicht.
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Andererseits funktioniert die Elektrotechnik auch nicht
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ohne die entsprechende Informatik dahinter, diese Sachen auch zu produzieren.
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Das ist schon ein Geben und ein Nehmen.
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Sie können ganz klassisch sagen, ich mache jetzt Systembetreuung.
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Klassisch Systemadministrator, ich betreue das grundlegende System einer Firma.
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Ich bin dafür zuständig, User anzulegen, Berechtigungen zu vergeben, solche Sachen.
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Sie können sagen, ich spezialisiere mich auf eine einzelne Software.
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Auch vom Systembetreuer, Applikations-Manager,
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also eigentlich vom End-User über den Applikationsbetreuer bis hin zum Entwickler.
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Dass Sie einfach sagen, ich lerne die Programmiersprache
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und werde dann bei einer Firma angestellt oder vielleicht sogar selbstständig
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in der Software-Entwicklung für eben dieses Programm der Spezialist
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und entwickle das Programm so wie es jetzt ist,
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für meinen Kunden zum Beispiel weiter.
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Weil der hat gewisse Wünsche, die er gerne umgesetzt hätte damit,
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die aber der Standard nicht hergibt zum Beispiel.
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Sie können auch ganz klassisch zum Beispiel sagen,
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okay, ich gehe in die Elektrotechnik und bin dafür zuständig,
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dass die Hardware funktioniert.
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Oder, was ich noch ganz vergessen habe: Netzwerke.
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Zum Beispiel Netzwerk-Ingenieur oder so würde genauso funktionieren.
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Wenn Sie Informatik-affin sind,
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sind Ihnen beruflich auch was das betrifft viele Türen offen.
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Meine Rolle bei den Wiener Netzen
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ist die Systembetreuung des Netzleitsystems,
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Teile des Netzleitsystems.
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Beim Netzleitsystem bin ich für die Schnittstellen
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zu den Randsystemen zuständig oder auch für die Netzberechnung im Netzleitsystem.
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Bei der Betreuung des Netzleitsystems und der Netzberechnung im Leitsystem
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muss man die elektrotechnischen Zusammenhänge verstehen.
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Man muss programmieren können und das habe ich mir
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durch meine Ausbildung angeeignet.
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Ich habe mich immer interessiert, schon als Kind für die Elektrotechnik.
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Mich hat immer interessiert, wie funktioniert das Satelliten-Fernsehen?
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Oder wie funktioniert das Radio?
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Dann habe ich die HTL für Elektrotechnik gemacht
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und es hat mich eigentlich weiterhin interessiert,
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weil es hätte ja auch natürlich sein können,
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dass es mich nicht interessiert -
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und mit Auszeichnung auch fertig geworden bin,
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habe ich dann Elektrotechnik auf der TU studiert.
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Habe das dann durchgezogen und habe mich dann mehr interessiert
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für die Starkstromelektronik.
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Und das Interessensgebiet hat sich dann verändert
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von der Telekommunikation hin zur Energietechnik.
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Es ist sicherlich von Vorteil,
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wenn man eine IT-technische
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oder eine technische Ausbildung hat.
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Von einer technischen Lehre bis hin zu einer HTL,
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oder einem Kolleg oder natürlich einem Studium.
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Das kommt immer drauf an, was man möchte oder was man nicht möchte.
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Das bedeutet aber nicht, dass man, wenn man jetzt
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eine kaufmännische Ausbildung hat, nicht auch ein Informatiker werden kann.
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Wenn man als Frau in einer Männerdomäne arbeitet,
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ja sicherlich ist der Umgang vielleicht auch manchmal ein anderer.
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Aber das ist nichts Negatives, ganz im Gegenteil.
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Es ist ein lockerer Umgang, es ist ein freundlicher Umgang,
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man versteht sich mit den Kollegen.
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Die Arbeitsmarktchancen in IT-Berufen sind momentan groß.
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Es werden überall IT-ler gesucht, gute IT-ler sind rar.
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Es wäre jetzt gerade wirklich toll und an der Zeit,
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mit einer Ausbildung zu starten.