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Für mich ist es das Beste am Beruf zu sehen,
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wie die Kunden und Kundinnen
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wieder einen Fuß am Arbeitsmarkt fassen.
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Wenn ich ihnen eine Freude mache,
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weil ich ihnen mit meinen Tätigkeiten weiterhelfen kann.
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Was der Beruf mit sich bringt, ist,
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dass man lernt, offen auf Menschen zuzugehen.
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Man lernt, wie man mit schwierigen Menschen
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oder Kunden generell und Kundinnen kommuniziert.
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Wie man sich ihnen gegenüber verhält und wie man sich ausdrückt.
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Das war etwas, das mir sehr stark aufgefallen ist an mir selber.
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Stressige Situationen können aufgelöste oder wütende Kunden sein,
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weil es um deren Existenzsicherung geht.
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Aber wir alle - unser Ziel, wir nehmen das sehr gelassen,
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weil wir probieren ja auch nur eine Stütze für sie zu sein
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und nicht absichtlich was Schlechtes zu machen für sie.
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Belastungen im Beruf können sein
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dadurch weil man, wenn man eine Lehre macht,
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meistens sehr jung ist,
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dass ältere Personen so ein bisschen herabschauend auf einen zukommen
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und umgehen tue ich damit so:
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ich bin kein Mensch, der sich das zu Herzen nimmt -
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das sollte man sich auch nicht in dem Beruf,
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weil Arbeit ist Arbeit und privat ist privat.
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Die Lehrzeit beträgt grundsätzlich 3 Jahre.
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Zusätzlich gibt es noch eine interne AMS-Ausbildung,
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die findet teilweise in Linz statt.
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Es gibt verschiedene Abteilungen.
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Ich bin in der Beratungszone, wo es wirklich nur
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um die Beratung und die Vermittlung von den arbeitslosen Personen geht.
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Die andere Abteilung, die Geldleistung, die rechnen die Anträge
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und kümmern sich um wichtige Dokumente wie Reisepass, Heiratsurkunden und so.
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Was mich bis jetzt am meisten überrascht hat in meiner Lehrausbildung
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war und ist auch noch immer, dass man so viel selber machen darf,
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weil es ja doch um ein heikles Thema geht wie die Existenzsicherung
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von unseren Kunden und Kundinnen.
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Und man darf da auch als Lehrling selber sehr viel tun
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und es wird einem sehr viel vertraut.
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Am meisten Spaß macht mir das kollegiale, unterstützende Umfeld.
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Dass ich immer, wenn ich Fragen habe, egal worum es geht,
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nachfragen gehen kann und ich brauche nie Angst zu haben,
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dass ich irgendwie eine Frage zu oft stelle.
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Was auch super ist, ist, wenn Menschen kommen,
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die haben oft anfangs keine Perspektive,
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weil es sie ja doch einfach plötzlich trifft die Arbeitslosigkeit.
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Und ihnen dann aufzeigen zu können, welche Möglichkeiten sie haben,
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um wieder nach vorn zu schauen, sage ich jetzt einmal -
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das macht mir am meisten Spaß.
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Besondere Anforderungen im Lehrberuf können sein:
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Man muss schon ziemlich geduldig sein, was auch nichts für jeden ist.
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Man hat eine große Verantwortung
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und dann ist auch immer, dadurch dass es so abwechslungsreich ist,
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bringt jeder Tag was Neues und man muss sich immer wieder neu anpassen.
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Es gibt jetzt keine Regelfälle.
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Meiner Meinung nach ist das, was es so besonders macht.
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Auch das mit der Karenz. Man hat einen sicheren Arbeitsplatz.
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Bei uns gibt es auch Führungskräfte in Teilzeit.
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Man hat Gleitzeit.
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Ich sehe es bei meinen Kolleginnen oft, die kommen manchmal unterschiedlich.
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Weil an einem Tag bringen sie das Kind in den Kindergarten und holen es ab
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und dann macht das der Partner.
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Also das ist super da.
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Ein weiterer Vorteil ist auch, dass wenn man jetzt zum Beispiel
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seinen Lebensmittelpunkt verändert,
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dass man dann einfach von einer Geschäftsstelle aus Salzburg - sage ich jetzt einmal -
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zu uns ins Burgenland wechseln kann oder wieder zurück.
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Oder dass, wenn Stellen ausgeschrieben sind,
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ich von der regionalen Geschäftsstelle in die Landesgeschäftsstelle wechseln kann.
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Die wichtigste Eigenschaft,
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die eine zukünftige Personaldienstleistungskauffrau
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oder ein Personaldienstleistungskaufmann mitbringen sollte,
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ist Empathie.
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Wir verbinden Mensch und Arbeit.
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Das sollte in der täglichen Arbeit immer wieder der zentrale Punkt sein
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und soll eigentlich jeden Tag aufs Neue immer wieder mit Leben erfüllt werden.
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Was man auch nicht vernachlässigen darf,
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ich muss als Person schon sehr strukturiert sein.
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Ich muss mich auch selbst gut organisieren können,
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muss meinen Ablauf auch selbst gut planen können
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und sollte auch in schwierigeren Situationen
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jederzeit die Fähigkeit haben, einen kühlen Kopf zu bewahren.
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Das ist immer wichtig.
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Auch die Fähigkeit und die Möglichkeit zu haben, mich abgrenzen zu können
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von Situationen, die ich jetzt selbst nicht beeinflussen kann.
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Die Prognosen in dem Bereich als Personaldienstleistungskauffrau,
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Personaldienstleistungskaufmann sind sehr, sehr gut.
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Ich würde sagen, man braucht jetzt nicht fürchten,
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wenn man diesen Beruf ergreift, dass man nach Abschluss der Ausbildung
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keine Jobmöglichkeit vorfinden würde.