00:38
Wie erklärst du dir, dass nur Frauen diesen Job machen, oder fast nur Frauen?
00:41
Ich glaube das es früher noch, dass das früher mehr ein Frauenberuf war.
00:45
Aber jetzt, soviel ich weiß, sind auch in den Schulen schon melden
00:49
sich ziemlich viele Burschen auch schon an.
00:51
Gott sei Dank.
01:03
Und wie lange arbeitest du?
01:04
Also, ich beginne um halb zwölf.
01:06
Die Kinder kommen dann selbstständig.
01:09
Nur die ersten Klassen holen wir von der Schule noch ab,
01:12
die erste Zeit. Ja. Dann ist einmal frei Spielen.
01:15
Die Kinder dürfen selber etwas wählen und spielen, oder
01:18
ich schlage ihnen etwas vor zu spielen.
01:21
Oder wir basteln auch etwas.
01:24
Das ist dann bis kurz vor halb eins,
01:26
da räumen wir dann her und richten fürs Essen her.
01:28
Um halb eins kommen dann auch noch die restlichen Kinder. Die dritten, vierten Klassen
01:34
und dann wird auch mal gegessen,
01:36
das dauert circa bis ein Uhr und von eins bis halb zwei haben wir dann wieder Freizeit.
01:47
Bei Schulkindern ist die Herausforderung vielleicht
01:50
eher, dem Kind genügend Freiraum zu bieten.
01:53
In der heutigen Zeit ist durch Schule schon sehr viel Druck da.
01:57
Das heißt die Kinder brauchen Freiraum, um sich entwickeln zu können
02:01
und auch ein nötiges soziales Umfeld,
02:05
das ihnen das ermöglicht.
02:18
Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?
02:19
Ja, ich bin in einer Großfamilie aufgewachsen,
02:21
hatte immer viele Kinder um mich. Ja, und das hat mir gefallen.
02:24
Das wollte ich einfach auch beruflich umsetzen.
02:27
Mein Wunsch
02:30
als Kind war immer,
02:30
Lehrerin oder Kindergärtnerin zu werden, den Kindern etwas beizubringen,
02:35
wie es damals vom Gefühl her richtig war.
02:38
Mittlerweile ist es so, dass ja die Kinder
02:41
uns Erzieherinnen das beibringen und nicht umgekehrt.
02:44
Die transaktionale Erziehungsmethode findet sehr viel Einfluss,
02:48
auch im Hortbereich.
02:50
Das heißt, es werden die Elemente oder die Themen, die die Kinder interessieren,
02:55
mit reingenommen in die Vorbereitung, in die Planung
02:58
und bestimmen eigentlich den Ablauf auch des Hortlebens.
03:01
Ich übe den Beruf 23 Jahre lang aus
03:04
und habe mit Kindern verschiedenster Altersstufe gearbeitet.
03:08
Derzeit arbeite ich
03:09
mit den ganz kleinen Kindern und das ist meine Präferenz momentan,
03:12
weil ich da gespürt habe, dass das meine wirklich mein ureigenstes Bedürfnis ist.
03:18
Kleinkinder haben noch sehr ein ursprüngliches Gefühl.
03:20
Was tut ihnen gut, was brauchen sie?
03:22
Und das kann man bei den
03:23
Kleinkindern noch sehr fördern und da ist auch noch nichts verbrochen,
03:27
sage ich jetzt mal im erzieherischen Sinne.
03:30
Das heißt, da kann man einfach
03:32
noch sehr viel,
03:33
viel Arbeit leisten, die dem Kind zugute kommt.
03:36
Ich bin nicht nur da zum Aufpassen, jetzt,
03:38
um zu schauen, dass nichts passiert, sondern
03:43
ich bin mit Teil an der Erziehung
03:47
des Kindes auch ich bin ein Teil davon
03:50
auch ist man als Erzieherin.
03:53
Und den Kindern
03:56
Geborgenheit zu geben, auch wenn sie nicht zu Hause sind.
04:00
Geborgenheit, Liebe,
04:04
Zuwendung.
04:05
Gute Nerven muss man schon haben.
04:06
Man darf nicht gleich wegen jeder Kleinigkeit
04:10
immer ruhig bleiben ist auch wichtig bei Kindern.
04:12
Wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat,
04:14
in jungen Jahren kommt es häufig vor, dass man nicht weiß, wie man tun soll.
04:18
Aber da ist es so, dass die nötige Fortbildung Fachbegleitung da ist.
04:23
Das heißt, jeder, der das braucht, kann sich einfach die nötige Unterstützung
04:26
von Psychologen, Erziehungsberatern etc.
04:29
holen.
04:35
Die schönen Momente, das ist ja immer wieder
04:39
Neues zu erleben mit den Kindern. Freude.
04:41
Sie freuen sich oft über Kleinigkeiten.
04:44
Freuen Sie sich wahnsinnig, oder einfach
04:47
Probleme, die man lösen kann, Gemeinsam.
04:51
Wenn man was bastelt oder was herrichtet, etwas Großes
04:54
und das dann fertig ist. Das ist einfach die Freude von den Kindern
05:00
also für mich das Schönste eigentlich.