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Hallo, ich bin die Ida.
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Ich werde mir aus dem Bereich der Biologie
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die Aufgaben und Themenbereiche der Molekularbiologen und Biologinnen
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jetzt näher anschauen.
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Was sind so die Aufgabenbereiche eines Molekularbiologen?
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Im Wesentlichen geht es darum, im Labor zu arbeiten.
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Das heißt, es wird viel, wie der Name schon sagt, auf molekularer Ebene gearbeitet,
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wie mit DNA, RNA, der Erbsubstanz.
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Man muss im Grunde viel
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mit sehr geringen Volumina arbeiten.
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Das heißt, so ein bisschen handwerkliches Geschick gehört durchaus dazu.
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Können Sie eine Abgrenzung zwischen der Molekularbiologie
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und der Biotechnologie ziehen oder überschneiden sich diese Bereiche?
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Wie ist das da?
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Die Übergänge sind sehr fließend.
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Da ist der Molekularbiologe, fokussiert sich vielleicht ein bisschen mehr
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tatsächlich auf die Arbeit mit der DNA und den daraus entstehenden Proteinen
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und Enzymen, wohingegen der Biotechnologe
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dann vielleicht eher für den großtechnischen Maßstab
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oder für die Herstellung im großtechnischen Maßstab bestimmter Stoffe da ist.
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Aber die Übergänge sind sehr fließend.
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Also beide haben sehr viel mit Mikrobiologie zu tun.
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Der Schwerpunkt
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für den Biotechnologen liegt eher bei der Mikrobiologie,
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wohingegen der Molekularbiologe dann tatsächlich
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eher für die, wie der Name schon sagt, Molekularbiologie zuständig ist.
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Und das heißt, es gibt dann auch zwischen den Bereichen
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gezielte Zusammenarbeit, die dann speziell zielführend ist,
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oder ist das eher nicht so?
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Ja, es ist absolut so, also das heißt, dadurch,
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das die Übergänge im Grunde sehr fließend sind,
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gibt es keine konkrete Abgrenzung und auch keine konkrete Abgrenzung
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dann im Labor selbst.
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Also das heißt, der Molekularbiologe und der Biotechnologe arbeiten
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im Grunde Hand in Hand.
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Frau Magistra Hartinger,
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was führte Sie zur Molekularbiologie?
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Ja, bei mir war es eigentlich so, dass ich
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prinzipiell das Interesse an den Naturwissenschaften
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immer schon gehabt habe, schon als kleines Kind,
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eigentlich wollte ich immer Biologie studieren.
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Das heißt, ich bin eigentlich ein Quereinsteiger.
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Ich habe die klassische Biologie, die Zoologie studiert
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und habe dann einfach im Laufe meines Studiums gemerkt, dass ich
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einfach die Interessen auch in Richtung Molekularbiologie richten, bei mir.
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Und so bin ich eigentlich jetzt in diesem Bereich gelandet.
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Ich habe eine HTL für Lebensmitteltechnologie gemacht
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und habe dann die Möglichkeit bekommen zu BIOMIN zu beginnen.
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Dort habe ich dann im Mikrobiologie- bereich begonnen
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und da es sehr ähnlich zum Molekularbiologiebereich ist, habe ich dann ein bisschen
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molekularbiologisch zum Arbeiten begonnen und mittlerweile wird das immer mehr.
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Was hat dann eigentlich Ihr spezielles Interesse
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an der Molekularbiologie geweckt?
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Ja, das Faszinierende an der Molekularbiologie ist,
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dass man hier auf auf subzelluläre, eben auf RNA- und DNA-Ebene arbeitet.
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Das sind zwar Arbeiten, die vielleicht nach außen hin
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sehr unspektakulär wirken, aber das was dahinter abläuft,
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die Idee dahinter ist irrsinnig faszinierend und weiter ist auch,
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auch wenn man sich als Beispiel nur vorstellt, dass der Mensch Pflanzen
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und Mikroorganismen, die ja nach außen hin ganz unterschiedlich ausschauen,
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die haben alle, auf RNA- oder DNA-Ebene sprechen sie eine gleiche Sprache.
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Kann man mit einer Erfindung im Bereich der Molekularbiologie
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auch finanziell sehr erfolgreich sein?
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Oder tut man eher der Wissenschaft
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damit einen Dienst und ist vor allem fachlich erfolgreich?
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Ja, das ist schwer zu sagen.
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Also ich glaube, in erster Linie
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tut man schon der Wissenschaft einen Dienst und sich persönlich auch.
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Aber es gibt natürlich schon, wenn es ein großer Durchbruch
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in der Forschung ist, kann man natürlich dann auch Geld damit verdienen.
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Und es gibt da auch gerade für junge Wissenschaftler
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gerade, die vielleicht noch ihre Doktorarbeit
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schreiben, gibt es ja von der Universität auch Forschungspreise
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und zumindest ein kleines Zuckerl für das, was man dann geleistet hat.