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Hallo. Ich bin der Paul.
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Ich schaue mir heute das Fleischergewerbe etwas genauer
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an, weil ich eigentlich wissen
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will, wie die Wurst, das Schnitzel und der Leberkäse da in die Thecke kommen,
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Wer da alles daran mitarbeitet.
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Wenn man jetzt im Fleischer Gewerbe arbeiten will,
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welche verschiedenen Möglichkeiten bieten sich da?
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Wir haben zwei verschiedene Lehrberufe,
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bilden wir aus bei Schirnhofer, zum Einen den Fleischverarbeiter,
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zum Zweiten den Einzelhandelskaufmann mit Schwerpunkt
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Fleischfachhandel und
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ja, das sind die beiden Berufe, die im Lebensmittelbereich
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bei uns beschäftigt werden.
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Ihr seid Lehrlinge im Fleischfachhandel.
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Was sind eure Tätigkeiten?
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Also, in der Früh,
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fangen wir mal an, gibt es eine Vorbereitungsstunde,
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da wird das Fleisch eingeräumt, die Wurst wird eingeräumt,
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Käse und Gebäck eben, und beim Fleisch werden,
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das Fleisch wird verarbeitet.
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Da werden zum Beispiel Schweinsrouladen gemacht, Rindsrouladen, oder für die
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Grillsaison etwas einmariniert,
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verschierte Laibchen werden gemacht und Halbfertigprodukte.
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Und im Verkauf ist es natürlich auch so, dass die Voraussetzungen
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ganz andere sind, wie im,
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wie in der Fleischverarbeitung.
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Hier muss man sehr viel Freundlichkeit und Offenheit mitbringen.
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Man muss einen guten Umgang mit Menschen und Kunden haben.
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Beim Fleischverarbeiter
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ist es wichtig, dass sie
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körperlich dementsprechend stabil sind.
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Man muss schon ein bisschen eine robuste Natur haben,
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dass die, dass man mit diesen Arbeiten auch ganz gut
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klarkommt.
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Aus welchem Grund hast du dich für den Beruf des Fleischverarbeiters entschieden?
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Ich habe damals als kleiner Bursche am Bauernhof,
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von meinen Großeltern schon gesehen, wenn das Schwein geschlachtet worden ist.
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Das da einfach große Stücke, echt schöne Fleischteile rausgeschnitten
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werden können und dass da fürs Auge was daher kommt, man isst mit dem Auge.
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Das war eigentlich der Grund.
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Also hast du schon von klein auf die Arbeit mit Fleisch
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irgendwie kennengelernt und das hat dir gefallen?
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Ja, auf jeden Fall.
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Und ich hab als kleiner Bursche gesagt, das will ich jeden Fall machen.
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Also wir,
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tun Auslösen von Knochen.
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Und wir haben verschiedene Abteilungen
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in der Zerlegung, hauptsächlich,
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im Zerteilen und Zuschneiden
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und dann das Fleisch Vakuum verpacken. Dann die Pökelabteilung,
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da wird das Fleisch gepökelt, eingesalzen
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und Schinken wird daraus gemacht.
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Dann haben wir die Wursterei. Da wird gewürzt,
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die Wurst hergestellt, der Darm gefüllt und geselcht.
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Was gefällt
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dir da, mit Fleisch zu arbeiten?
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Mir persönlich gefällt die Hygiene sehr.
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Also ich arbeite sehr gerne in einem hygienischen Umfeld.
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Muss man als Mitarbeiter jetzt regelmäßige Gesundheitschecks machen?
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Also es ist so, dass es gesetzlich zurzeit
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nicht mehr notwendig ist,
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wir aber in unseren Unternehmen natürlich aufgrund des Sicherheitsstandardes
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schon sowohl Tuberkuloseuntersuchungen also Lungenröntgen machen,
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aber auch die Salmonellenuntersuchungen.
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Das ist ganz wichtig und wird auch in vielen Lebensmittelbetrieben
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trotz allem, dass es nicht mehr Gesetz ist, schon noch gemacht.
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Du machst die Lehre zum Fleischverarbeiter.
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Ist das in deinen Augen vielleicht ungewöhnlich, das als Mädchen auszuüben?
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Ja, schon.
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Weil viele Mädchen lernen diesen Beruf nicht.
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Glauben Sie, dass sowohl Burschen als auch Mädchen im Fleischergewerbe gleiche Chancen haben?
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Ich meine, ja.
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Im Verkauf ist es so, dass wir vorrangig Mädchen haben.
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Im Fleischer-, also als Fleischverarbeiter sind die Mädchen noch in der Minderzahl.
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Aber Chancen haben sie die gleichen.
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Unser Lehrmädchen, das jetzt im dritten Lehrjahr ist,
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die hat gute Chancen auch sich in den Abteilungen zu etablieren
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und durchaus bei uns auch Karriere zu machen.
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Nach meiner Lehre kann ich aufsteigen zum Stellvertreter
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und Abteilungsleiter bis zum Vorarbeiter.
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Und man kann auch ins Ausland gehen.
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Schirnhofer ist international, hat im Ausland viele Firmen
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und man kann hier ziemlich Vieles erreichen.